Über Dr. Michael A. Miller

KURZPROFIL

Dr. Michael A. Miller ist promovierter Biologe und ausgebildeter Chemielaborant. Er verbindet klassische Taxonomie, DNA-basierte Artbestimmung und angewandte Feldökologie – mit wissenschaftlich nachvollziehbarer Methodik und persönlicher fachlicher Verantwortung.

AUSBILDUNG UND WISSENSCHAFTLICHER HINTERGRUND

Mein Name ist Dr. Michael A. Miller. Ich bin promovierter Biologe und ausgebildeter Chemielaborant. Mein Studium der Biologie absolvierte ich an der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU), meine Promotion erfolgte an der Technischen Universität München (TUM) mit Anbindung an die Zoologische Staatssammlung München (ZSM).

METHODIK: DNA-TAXONOMIE UND SANGER-SEQUENZIERUNG

Bereits früh war ich an der Zoologischen Staatssammlung München in der molekularbiologischen Arbeitsgruppe tätig und wirkte an der Etablierung und Anwendung Sanger-basierter DNA-Sequenzierung und DNA-Taxonomie im musealen und wissenschaftlichen Kontext mit. Diese Phase prägte meine Arbeitsweise nachhaltig: nachvollziehbare Methodik, saubere Dokumentation und eine enge Verbindung von morphologischer und molekularer Einordnung. Meine wissenschaftliche Arbeit begann mit Untersuchungen zur Fischfauna und weitete sich in der Folge auf die molekulare Taxonomie aus. Der Schwerpunkt lag dabei auf der Nutzung von Sequenzdaten zur Systematik, Diagnostik und Artabgrenzung sowie auf deren Anwendung in Sammlungen, Forschung und angewandten Fragestellungen.

TAXONOMISCHE MEILENSTEINE

Ein wichtiger früher taxonomischer Meilenstein war die Mitwirkung an systematischen Arbeiten im Pieridae-Komplex, in deren Rahmen unter anderem die Abtrennung der neuen Gattung Iberochloe (gen. nov.) begründet wurde (Back, Knebelsberger & Miller, 2008). Darüber hinaus war ich an klassischen Erstbeschreibungen beteiligt, darunter Cerace diehli sp. n. (Lepidoptera: Tortricidae; Buchsbaum & Miller, 2002).

EINSATZUMFELDER: FELD UND LABOR

Ich arbeite regelmäßig in Geländen unterschiedlichster Geografie und Topologie. Meine Tätigkeiten führten mich in marine Lebensräumeauen- und urwaldnahe Gebieteagrarisch geprägte LandschaftenWaldökosysteme sowie stehende und fließende Gewässer. Feld- und Laborarbeit sind dabei nicht getrennte Disziplinen, sondern ergänzen sich methodisch.

ORGANISMISCHE BREITE

Meine wissenschaftlichen und praktischen Arbeitsfelder umfassten unter anderem folgende Organismengruppen:

  • * Insekten (insbesondere Lepidoptera)
  • * Fische (u. a. Salmoniden)
  • * Amphibien
  • * Reptilien
  • * Spinnentiere
  • * weitere wirbellose Tiergruppen
  • * Säugetiere
  • * sämtlichen in der Botanik angelegten Arten
ARBEITSWERKZEUGE IM GELÄNDE

Auch außerhalb formaler Projekte ist die organismische Beobachtung ein selbstverständlicher Teil meiner Arbeit. Schmetterlingsnetz, Insektenlicht, Kescher, Angelrute und Fernglas gehören seit vielen Jahren zur Grundausstattung und sind bei Begehungen, Exkursionen und Aufenthalten im Gelände regelmäßig im Einsatz. Sie dienen der direkten Beobachtung, dem Fang zu Bestimmungs- oder Dokumentationszwecken sowie der ökologischen Einordnung vor Ort.

GEWÄSSER, ELEKTROFISCHEN UND UNTERWASSERKONTEXT

Ein besonderer Schwerpunkt meiner Tätigkeit liegt auf Gewässern und den Organismen in und an Gewässern. Diese fachliche Ausrichtung verbindet Feldarbeit (z. B. Elektrofischen, Bestandsaufnahmen, Begehungen) mit molekularer Diagnostik (DNA-/Barcoding-basierte Artbestimmung). Durch meine Tauchausbildung und eigene Tauchausrüstung bin ich auch für Unterwassereinsätze qualifiziert, etwa zur Beurteilung von Gewässerstrukturen, Habitaten oder technischen Eingriffen.

Ich werde häufig hinzugezogen, wenn Projekte mehrere Fachbereiche berühren und eine integrierte biologische Einordnung erforderlich ist – etwa bei Infrastrukturvorhaben, Gewässerbau oder naturschutzfachlichen Eingriffen.

IMKEREI UND SCHWARMFANG

Neben der wissenschaftlichen und praktischen Arbeit betreibe ich seit vielen Jahren Imkerei im urbanen Raum und bin Ansprechpartner bei Fragen zu Bestäubern, Biodiversität sowie beim Einfangen und Umsiedeln von Bienenschwärmen.

VORTRÄGE UND WISSENSVERMITTLUNG

Darüber hinaus halte ich Fachvorträge zu Themen wie DNA-Barcoding, eDNA, Fischökologie und Gewässerschutz und stehe auch für Bildungsangebote an Schulen zur Verfügung.

ARBEITSWEISE UND KOOPERATIONEN

Keen Molecules steht für eine persönlich verantwortete Arbeitsweise. Projekte werden direkt betreut; bei größeren Vorhaben erfolgt eine Zusammenarbeit mit spezialisierten Partnern, wobei die fachliche Koordination und Einordnung erhalten bleibt.

WEITERFÜHRENDE INFORMATIONEN

Publikationen: siehe Seite „Publikationen
Leistungsspektrum: siehe Bereich „DNA & Wissenschaft“ sowie „Feld & Praxis“
Kontakt: siehe Seite „Kontakt“

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